PSI - Theorie.

Persönlichkeit - System - Interaktion

In der PSI - Theorie vereint Prof. Dr. Julius Kuhl (Universität zu Osnabrück) die wissenschaftlichen Kenntnisse der bedeutenden Psychologen wie z.B. Freud, Jung, Adler und Pawlow, etc... mit den modernen Erkenntnissen der Neurobiologie.


Basis seiner Theorie sind die 4 Gehirnfunktionen / Systeme, die im direkten Zusammenspiel maßgeblich die eigene Motivation gestalten und bestimmen.

Diese 4 Gehirnfunktionen stehen für: Zielbildung, Handlungsplanung, Handlungsausführung und Ergebniskontrolle.

Werden diese Funktionen im optimalen Fall aufeinander folgend angesprochen und genutzt, so bewegen wir uns im Handlungskreis.

 

Der Bereich der Handlungsplanung und der Ergebniskontrolle liegen in der linken, rationalen Gehirnhälfte.

Zielbildung und Handlungsausführung finden in der rechten, emotionalen Gehirnhälfte statt.

 

Um erfolgreich in den eigenen Handlungen agieren zu können, ist es erforderlich, zwischen den einzelnen Schritten, die Hemisphären (Gehirnhälften) zu wechseln.

Dieser Wechsel stellt häufig die grösste Herausforderung dar, da wir ihn nicht durch unsere rein rationale Willenskraft herbeiführen können, sondern die Regulation unserer Gefühle hier ein ausschlaggebendes Element darstellt.

 

Ein kurzes Beispiel zur Erläuterung:

Plant Paul, 15 Jahre, in den nächsten 2 Wochen engagiert zu lernen, damit die kommenden Klassenarbeiten zum Erfolg führen, so macht er sich nüchtern und sachlich einen Plan, strukturiert die Übungseinheiten, baut sie in den Tagesablauf ein, usw. ....

Damit er im nächsten Schritt das geplante Vorhaben auch erfolgreich in die Tat umsetzen kann, ist es für ihn wichtig den Schritt aus der Rationalität in die Emotionalität zu schaffen. Wichtig sind hier positive motivierende Gefühle, die ihm diesen Schritt vereinfachen und ihn dabei unterstützen.

Er fragt einen Freund mit ihm zusammen zu lernen, organisiert leckere Getränke und ein paar Snacks.

Hat er dann die erste Lerneinheit gemeistert, muss er im Anschluss daran in der Ergebniskontrolle Planung und Durchführung kritisch analysieren.

Wo gab es Schwächen oder Unstimmigkeiten, was war gut und hat Spass gemacht, wie ging es ihm während der Durchführung, was muss er ändern, damit er bis zur nächsten geplanten Lerneinheit die Motivation behält?

Hier unterstützt ihn das Herunterregulieren der Gefühle, die er während der Durchführung erlebt hat, um mit der nötigen Sachlichkeit die Analyse durchführen zu können.

Sollte er feststellen, dass das Lernen einige Schwächen und Schwierigkeiten hatte (der Trubel in der Familie hat ihm in seinem Zimmer nicht die nötige Ruhe gelassen, oder der Freund, mit dem er gelernt hat, war ungünstig gewählt,...) und er auch überwiegend von negativen Gefühlen begleitet war, so ist der nun folgende Schritt eine große Herausforderung.

Er muss nun die negativen Gefühle und das evtl. aufkommende Grübeln überwinden und sich am Ende der Analyse wieder positiv stimmen, um aktiv handlungsfähig zu bleiben.

Er nimmt sich für`s nächste Mal vor, in der örtlichen Bibliothek erstmal alleine zu lernen und gibt dem Ganzen noch eine Chance.

Wenn ihm dies gelingt und er sich wieder positiv stimmen kann, kommt er in die Lage die gemachten Erfahrungen für die Bildung neuer Ziele und Vorhaben zu nutzen.

 

Wir sprechen hier von Selbststeuerung.

 

Die Regulation der eigenen Gefühle, sowie das gezielte Steuern der Gehirnfunktionen sind grundlegende Elemente meines Coachings.