Familie im Handlungskreis.

Lesefutter für alle, die noch mehr wissen möchten:

Darf ich Ihnen Familie Schnabel vorstellen?

Mutter Karin (43 Jahre), Vater Konrad (46) sowie die Kinder Peter (14 Jahre), Tobi (10 Jahre) und Vanessa (7 Jahre).

Aus Karin und Konrad wurde mit der Geburt ihres Sohnes Peter die Familie Schnabel. Sie hatten nichts weiter getan, außer dem das man tun muss, um eine Familie zu gründen. Hier gibt es keine Fortbildung (Vom Liebespaar zur Elternschaft), oder Ausbildung (perfektes Familienmanagement in drei Wochen). Nein, das was jetzt kommt müssen die beiden ganz alleine anpacken und jeden Tag aufs Neue bewältigen.


Für mich stellt das die eigentliche Herausforderung des Lebens dar. Da hoffen wir auf ein gutes und gesundes soziales Umfeld, ein intaktes Vater- und Mutterbild von Karins und Konrads Eltern sowie ein tiefes Selbstvertrauen und eine positive Zuversicht darin, die kommenden Dinge schon zu meistern.

Natürlich ist die Liebe und die Verbundenheit stark und innig, als der kleine Peter das Licht der Welt erblickt. Der Übergang nach diesem wunderbaren Ereignis zurück in den Alltag erfolgt schleichend und kaum merkbar. Die Stressmomente kommen und gehen, die Anforderungen wachsen und stellen die Familie immer häufiger vor neue Herausforderungen.

Ein Problem entsteht

Die beiden Jungs missachten häufig nahezu alle Regeln, die ihnen die Eltern stellen. Selbst der kleinen Vanessa fällt das auf. Sie sorgt jeden Tag mit aller Kraft dafür, dass die Jungs ihre Aufgaben nicht vergessen und Absprachen einhalten. Sie merkt schließlich ganz genau, wie geschafft ihre Mutter ist und wie wenig Zeit ihr Vater abends noch hat. Leider endet dies meistens im Krach und oft fliegen die Fetzen.                                                                       

Vanessa ist sehr gewissenhaft, ordentlich und freundlich. Sie liest und rechnet mit 7 Jahren fast schon wie ein Viertklässler. Sie versucht ihre beiden Brüder zu bevormunden und gerät ständig mit ihnen in Streit. Vanessa ist oft sehr erschöpft.

Die Frage nach dem Warum ???

Warum sind die Kinder nur so unterschiedlich? Woher hat Vanessa nur das Temperament? Warum können die Jungs sich nicht mal eine dicke Scheibe davon abschneiden?

Karin und Konrad behandeln doch alle Kinder gleich, bemühen sich konsequent Absprachen und Regeln einzuhalten und durchzusetzen.

Warum ist es so schwer einen funktionierenden Alltag auf die Beine zu stellen und in Harmonie miteinander zu leben???

 

Jeder Mensch – ein ganz eigener Typ

Jeder Mensch wächst in einer Familie auf, vielleicht manchmal nur mit Mama oder Papa alleine, aber ein gewisses soziales Umfeld ist meistens vorhanden. Die hier herrschenden Werte und Vorstellungen, der Umgangston, die Konsequenz, die Art der Motivation, die Frustrationsbewältigung und auch die Streitkultur werden hier bereits geprägt – egal wie.

 

Treffen sich nun zwei Menschen und verlieben sich, so bringen sie nicht nur sich, sondern auch das gesamte Netz aus Erfahrungen und Überzeugungen mit, dass sie in ihrem Leben bisher umgeben und  geprägt hat. Diese zwei Netze miteinander in Einklang zu bringen, daraus ein gemeinsames Bild zu erstellen, stellt die erste Herausforderung dar. Es entsteht Partnerschaft und Beziehung. Wird das soweit gemeistert und für gut befunden, wächst sehr oft der Wunsch eine Familie zu gründen.

 

Mit der Geburt des ersten Kindes kommt ein weiterer Faktor hinzu: Die Gene, die Anlage, die ganz eigene Persönlichkeit.

Manchmal ist das Kind ganz der Papa, manchmal ganz die Mutter, oder ein gutes Gemisch, und manchmal überspringen diese Eigenschaften auch eine ganze Generation.

 

Hier sehen wir den nächsten Faktor den es zu berücksichtigen gilt: Jedes Kind bringt sein ganz eigenes Paket an Anlagen mit. Auch wenn die Eltern z.B. beide eher besonnen und zurückhaltend sind, kann es durchaus sein, dass ihr Kind jeden Tag aufs Neue wie eine Rakete durchstartet und immer sehr gerne alle Aufmerksamkeit auf sich zieht, laut, fordernd und deutlich.

Nun versuchen Karin und Konrad mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, die Wogen zu glätten, die Pflichten einzufordern, die Regeln einzuhalten und den Alltag miteinander so gut wie sie es eben können zu gestalten.

 

Hierzu nutzen sie jetzt alles was das eigene Repertoire an Erfahrungen, Wertevermittlung, Kontrollüberzeugungen, etc. so hergibt. Es kann sein, dass sich all die Versuche für sie selbst sehr richtig anfühlen und es für sie keinen anderen Weg zu geben scheint. Sie geben ja wirklich alles was sie haben und kennen.

 

Manchmal, wenn Probleme aber andauern und nicht zu lösen scheinen, entsteht das Gefühl festzusitzen, sich im Kreis zu drehen, keinen Ausweg zu finden.

Hilflosigkeit, Entmutigung, Verlust des Selbstvertrauens, Aggression und auch Rückzug können bei allen Familienmitgliedern die Folge sein.

Die Eltern fragen sich verzweifelt, wie sie die Situation endlich lösen können. Sie wünschen sich, dass die Jungs ihre Strukturen und Regeln beachten. Aber genauso wichtig scheint ihnen, dass Vanessa sich endlich um sich selbst kümmert und nicht nur um ihre Brüder.

 

Alfred Adler (Individualpsychologie)

Alfred Adler beschreibt die Geschwistersituation innerhalb einer Familie wie folgt:

 Die Situation in die ein Kind in einer Familie hineingeboren wird und die Art mit der es diese Situation deutet, bestimmt seinen Charakter. So kann durchaus das zuletzt geborene Kind (bei uns Vanessa) durch besondere Umstände in der Familie, einen Lebensstil erwerben, der eigentlich dem des ältesten Kindes entspricht.

 

Um Vanessas Verhalten ein wenig besser zu verstehen möchte ich nochmal auf Adler zurückgreifen:

 „Jedes Verhalten einer Person, egal ob Erwachsene oder Kind, hat ein Ziel.“

 

Er fasst zusammen:

Grundziele und Bedürfnisse jedes Kindes:

  • Verbunden sein mit Anderen (Familie, Freunde, Klasse,…), sich zugehörig fühlen
  • Sich aus einer negativen Position in eine positive Position bringen, sich fähig fühlen
  • Wertvoll und wichtig zu sein, sich gebraucht fühlen
  • Ermutigt zu sein, Mut zu haben, sich mutig und gut zu fühlen

Erreichen sie diese Ziele nicht, werden diese Bedürfnisse nicht gestillt, kommt es zur Entmutigung

Entmutigung

Entmutigung äußert sich in verschiedenen Ebenen, welche die Stärke der Entmutigung spiegeln.

  •  Aufmerksamkeit: störendes Verhalten um beachtet zu werden.                                                                                  Ich stelle mich dumm, erhalte Hilfe oder Zurechtweisung, egal ob positive oder negative Aufmerksamkeit. Ich fühle mich zugehörig. (Vanessa erhält für ihr Verhalten fast 100 % aller Aufmerksamkeit und Bedeutung über die Situation mit ihren Brüdern)
  • Macht: kämpfendes Verhalten.                                                                                                                                      Sich nicht an Regeln anderer halten, sich nur zugehörig und bedeutsam fühlen, wenn man seinen eigenen Willen durchsetzt (die 2 älteren Brüder der Familie: Geraten die Eltern aus der Fassung, so fühlen sich die Jungs bedeutsam und wichtig)  
  • Rache: verletzendes Verhalten.                                                                                                                                        Ich verletze die anderen, wie sie mich verletzen, dann gehöre ich dazu, fühle ich mich verbunden. Ich bin derjenige, der euch bestraft.
  • Rückzug: will alleine gelassen werden.                                                                                                                       Das Kind gibt auf. Es scheint unmöglich zu sein, zu den Anderen zu gehören und Bedeutung zu haben. Es denkt, es wird nie sein Ziel erreichen. Es glaubt nichts bewirken zu können und nicht wichtig zu sein.

 

Ermutigung

Eltern können dazu beitragen, dass ihre Kinder starke Persönlichkeiten werden und dass ihre menschlichen, seelischen Grundbedürfnisse gestillt werden.      

  • Mit Ermutigung vermeidet man die Entmutigung, bzw. findet den Weg wieder aus der Entmutigung heraus.
  • Ermutigung bezieht sich immer auf die Fähigkeiten und die Anerkennung von Fortschritten und Anstrengungen des Kindes,  aber keines falls auf die Fehler, bzw. auf unerwünschtes Verhalten.
  • Es geht um die Vermittlung von Glaube, Vertrauen, Annahme des Kindes, verbunden mit der Aussage: du bist so wie du bist gut.

Ermutigung findet auf 3 Ebenen statt:

  • Durch Erfolg und Leistung: ein ehrliches Lob für erwünschtes Verhalten, bzw. erlernte Fähigkeiten
  • Durch Bemühen und Fortschritt: eine anerkennende Äußerung bezgl. der Anstrengung, auch wenn die Anstrengung nicht das gewünschte Resultat erzielt hat.
  • Durch  existentielle Ermutigung: Vermittlung von Vertrauen in das Kind und dessen Fähigkeiten (ich nehme dich an, du bist du und deswegen wertvoll, ich glaube an dich,…)

 

Dies war ein kurzer Einblick in einen kleinen Teil der Individualpsychologie nach Alfred Adler.                                            

Aber was heißt das für unsere Familie ganz praktisch?                                                                                                   Reichen uns gute Worte, anerkennende Blicke und warmherzige Umarmungen?

 

Ermutigung macht Mut!     

Mit

Mut komme

ich in die Lage, Schritte

zu tun, die vorher vielleicht

gar nicht mehr möglich waren.

Das Gehirn – einfach genial

Das Gehirn ist als unsere wichtigste Schaltzentrale viel komplexer und gleichzeitig so gut strukturiert und wunderbar trainier- bzw. steuerbar, dass ich immer wieder über diese Genialität staunen muss. 

Wie stellen wir uns das im Gehirn vor?

Ein schwarzes Loch?

 

Es ist viel einfacher:

Stellen wir uns das Gehirn einmal ganz banal und bildlich als eine Masse vor, die aus unzählbar vielen Verbindungen (Synapsen) besteht. Oder als das weltgrößte Straßenkreuz.

Die Gehirnfunktionen, die viel und oft genutzt werden, bauen sich aus, werden stabil und bequem, können jederzeit genutzt werden, fast störungsfrei (Autobahnen).                                                                

Dann gibt es Funktionen unseres Gehirns, in verschieden stark ausgeprägtem Zustand (Bundesstraßen, Landstraßen, Trampelpfade,…). Trampelpfade sind kleine kaum sichtbare Wege, die holprig sind, schnell zuwachsen und oft als unbequem empfunden werden.                                                         

Bei Vanessa könnte der Bereich des Selbstzugangs gespickt mit Trampelpfaden sein, die nicht so gut ausgebaut sind.

TOP Diagnostik

Mit der TOP- Diagnostik (Therapiebegleitende Osnabrücker Persönlichkeits–Diagnostik) des Herrn Professor Julius Kuhl, kommen wir nun in die Lage ganz differenziert zu sehen, wie Vanessa in ihrem Selbstmanagement und in der Nutzbarkeit und Flexibilität ihrer Gehirnfunktionen aufgestellt ist.

 

Wir erkennen die Selbststeuerungskompetenzen:

  • Selbstregulation: Selbstbestimmung, Selbstmotivation, Selbstberuhigung,…
  • Selbstkontrolle: Improvisations- und Planungsfähigkeit, Zielorientierung,…
  • Selbstzugang: Selbstgespür, Misserfolgsbewältigung, widersprüchliches Integrieren,…
  • Willensbahnung: Willensstärke, Initiative, Konzentrationsstärke,…
  • Handlungsorientierung: nach Misserfolgen, bei Stress, und /oder in Ruhe, Belastung, Bedrohung,..

Anhand dieser Auswertung kommen wir ganz schnell in die Lage, Vanessas Potenziale und Stärken sowie Entwicklungsmöglichkeiten zu erkennen. Uns geht es immer darum, mit einem in die Zukunft gerichteten Blick diese Erkenntnisse nun auf den Alltag zu beziehen und aktiv zu gestalten.

 

Adler sagt dazu:                                                                                                                                                                        Es kommt nicht darauf an, was einer mitbringt, sondern was derjenige daraus macht.                                                           Für die Familie ist es nun wichtig zu sehen, was Vanessa aus dieser Situation macht.

Das Selbstgespür

  • Was macht Vanessa aus ihrer Situation?
  • An welchen Punkten erkennen wir Bezüge und / oder Auswirkungen ihrer Familiensituation auf ihr Selbstmanagement?
  • Was heißt das für ihr Selbstgespür?
  • Wie sehr fühlt sie sich belastet?
  • Wie gestaltet sich ihre Leistungsmotivation?
  • Wie stellt sich ihre Handlungsorientierung dar? ……

Bei Vanessa könnte es bedeuten, dass sie über die Rolle der „Verantwortlichen“ in der Familie den Brüdern gegenüber, ihren Selbstzugang, bzw. das Selbstgespür etwas verloren hat.

 

Verstehen und durchatmen

Haben wir nun dank der TOP-Diagnostik eine gute Übersicht (Straßenkarte) von Vanessas Selbstmanagement, bekommt das ursprüngliche Problem (Vanessa bevormundet ununterbrochen ihre großen Brüder) eine ganz andere und neue Qualität.

 

Wir kommen mit einem Mal in die Lage das so emotionsgeladene Problem (mit einem geschickten Hemisphärenwechsel in die rationale Seite unseres Gehirns) sachlich und nahezu wissenschaftlich zu betrachten.

Oft erleben wir hier im Gespräch mit der Familie schon eine gewisse Entlastung.                                                    Verständnis, Neugierde und Motivation wachsen, da das Problem zum ersten Mal eine rationale Seite, einen sachlichen Aspekt bekommt. Die Familie betrachtet das Problem für einen Moment wie von einer Wolke und sitzt nicht mehr mittendrin. Sie erhalten den nötigen emotionalen Abstand um das Problem objektiv und lösungsorientiert zu betrachten.                                                                                                                                                            

Endlich einmal durchatmen.

Coaching – ein möglicher Beginn

Wie stärken wir nun das Selbstgespür und den Selbstzugang?                                                                              

Wir nutzen Vanessas Stärken!                                                                                                                             

Gut vorstellbar ist, dass Vanessas Planungsfähigkeit überdurchschnittlich gut ausgeprägt ist. Das brauchte sie schließlich, um die Belange ihrer Brüder nicht aus den Augen zu verlieren.                  

Mit dieser Fähigkeit kann sie nun vielleicht zusammen mit Vater oder Mutter Zeiten einplanen, die nur ihr gehören.

Spiele, Geschichten, Erlebnisse haben, die sie fühlt, riecht, schmeckt.                        

Zeiten in denen es ganz um sie geht. Sie soll sich wieder spüren und erfahren, wie schön und wie wichtig ihre Erlebnisse damit sind. Sie soll die ganze Aufmerksamkeit für ihren Umgang mit sich selbst erfahren, unabhängig von anderen Personen für die sie denkt, sorgen zu müssen.

Der Fehler Zoom

Vanessa hat in sich eine Art Fehler-Zoom entwickelt.                                                                                                             

Sie beachtet jede Kleinigkeit, identifiziert zuverlässig Fehler, oder Fehlverhalten. Der Fehler-Zoom rückt einzelne Aspekte der Wahrnehmung in den Vordergrund und lenkt Vanessas ganze Aufmerksamkeit auf die Fehler und das Verhalten der Brüder.

 

Dieses Verhalten ist für Vanessa ein zweischneidiges Schwert.                                                                           

In Situationen, in denen sie sich an Verabredungen erinnert, die ihre Mutter vergessen hatte, erfährt sie Lob und Zuspruch. Hier ist die Mutter oft sehr froh, dass sie sich auf Vanessa so gut verlassen kann.                                                                         

Im Falle ihrer Brüder ist ihr Verhalten lästig und unerwünscht. Sie erntet wütende Beschimpfungen, Maßregelungen auch seitens der Eltern. Aber in beiden Fällen erhält sie etwas das viel wichtiger und existentieller für sie ist: Sie bekommt Aufmerksamkeit, fühlt sich bedeutend, empfindet sich als zugehörig. Sie sorgt mit allen Kräften für die Erfüllung ihrer Ziele und Grundbedürfnisse.                           

Nicht bewusst. Dafür sorgt ihr Selbst, dass im Moment leider keinen anderen Weg sieht.

 

Ihr Selbst muss wieder lernen, sich mit Hilfe ihrer Stärken, auf einem ganz positiven Weg, für die Erfüllung ihrer Ziele und Grundbedürfnisse zu sorgen.

Das Zürcher Ressourcen-Modell

Dazu bietet das Zürcher Ressourcenmodell nach Julius Kuhl und Maja Storch viele Ansätze und praktische Übungen.

 

Vanessas Aufmerksamkeit sollte wieder lernen, sich viel mehr mit ihr selbst zu beschäftigen.                  

Mit ihren eigenen Gefühlen, Bedürfnissen, Zielen, Erwartungen und Erfahrungen. Diesen Zugang zu sich selbst können wir gut über die emotionale Hälfte unseres Gehirns schaffen, mit Bildern und bildhafter Sprache.

 

Eine mögliche Übung könnte sein:                                                                                                                             

Eine gewisse Anzahl an Bildern zu sammeln, Postkarten, Fotos, in Büchern, etc…                                                                Wir sammeln eine reiche Auswahl an Bildern, damit wir eine größtmögliche Chance haben, dass darunter ein Bild ist, das Vanessa emotional besonders positiv anspricht.

 

Sie kann sich nun die Bilder eine Weile lang ansehen und dann für sich ein Bild heraussuchen, dass sie auf der positiven Gefühlsebene besonders stark anspricht.                                                                                 

Wir ignorieren dabei den Verstand ganz bewusst und achten nur auf die Regungen und Gefühle.

 

Nach einer Weile der Betrachtung und Wahrnehmung wechseln wir ganz bewusst die Hemisphäre und fragen den Verstand.

  • Warum spricht dich dieses Bild so sehr an?
  • Was erzeugt bei dir die positiven Gefühle?  ….  
  • Sollte sich Vanessa damit schwer tun, könnten wir hier die Eltern und auch Brüder einbeziehen.
  • Was glaubt ihr, warum Vanessa das Bild so gut gefällt?
  • Was hat das Bild mit Vanessa zu tun?
  • Was könnte auf dem Bild bei Vanessa die positiven Gefühle auslösen? ….

 

Aber nur Vanessa entscheidet, was davon für sie passt und was nicht.
Im Anschluss daran sprechen wir in der nächsten Übung wieder die Gefühle an:

  • Wie fühlen sich diese guten Gefühle an?
  • Wo spürst du diese Gefühle?
  • Welche Farben passen zu deinen Gefühlen? ….

 

Vanessa kann nun die erlebten Wahrnehmungen in ein Somatogramm malen:                                                        

die Form, die Farbe, die Stelle im Körper, an der sie sie wahrnimmt.                                                             

Die erste Übung ist beendet.

 

Ein häufiger Hemisphärenwechsel ist hier ein wichtiger Teil der Arbeit mit Vanessa, um die Gehirnfunktionen und die sich aufbauenden Synapsen flexibel zu gestalten.                                              

Sie kommt so in die Lage, die verschiedenen Funktionssysteme gleichwertig zu nutzen.                                  

Die Systeme lernen, indem sie sich immer wieder mit den anderen Systemen austauschen.

„Familie im Handlungskreis?“

Was ist damit gemeint?                                                                                                                                       

Wenn alle Familienmitglieder ihre jeweiligen Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten kennen, so können diese Eigenschaften und Fähigkeiten in bestimmten Situationen von allen genutzt werden.                      

Erfährt z.B. Vanessa in dem Bereich des Selbstzugangs von den Eltern oder den Brüdern viel Aufmerksamkeit, Zuspruch und Bestätigung, so wird sie ihren Fehler-Zoom nicht mehr so oft brauchen, um ihre Grundbedürfnisse und Ziele zu befriedigen.                                                                                                        

Kommt Vanessa durch einen wertschätzenden Umgang miteinander in die Lage auch in den Bereichen Erfahrungen zu machen, die bei ihr noch nicht so gut ausgebildet sind, wie vielleicht bei Papa oder Mama, kann sie hier Beobachtungen machen und am Vorbild der Eltern, oder der Brüder lernen.                                                                                                  Die Familie bewegt sich dann im Handlungskreis.                                                                                                              

Sie lernt sich innerhalb der Gehirnfunktionen zu bewegen und sie positiv und zielführend zu nutzen.

 

Familie Schnabel hat sich auf den Weg gemacht.                                                                                                 

Sie haben ihre Schätze (die ganz persönlichen Stärken, die jeder mitbringt) kennengelernt und unterstützen sich nun darin, das Beste daraus zu machen………

 

………… und sie gemeinsam zu feiern.