Sabine Johann - Heilpraktikerin für Psychotherapie


Mobbing - verhindern und stoppen!

Viele Kinder erleben irgendwann eine Zeit, in der sie das Gefühl haben, von anderen Kindern gemobbt zu werden. Sie fühlen sich von heute auf morgen ausgeschlossen und allein. Sie haben das Gefühl, dass alle gegen sie sind, sich verbünden. 

Hier ist es ganz wichtig genau hinzusehen:

  • Wie sieht diese Situation objektiv betrachtet aus?
  • Wie schildern die anderen Kindern ihr Empfinden?
  • Wie und warum ist die Situation entstanden?
  • Wer ist miteinbezogen, wieviele Kinder sind beteiligt?
  • Wie sehr wird mein Kind durch diese Situation in seinem Alltag beeinflusst, gehemmt, verängstigt?
  • Hat mein Kind auch einen Anteil an dieser Situation?

Für`s Leben lernen:

Egal wie klein der Auslöser ist und egal als wie unbedeutend Erwachsene diese Situation beurteilen, wichtig ist es hier unbedingt auf die persönlichen Empfindungen des betroffenen Kindes zu sehen. Hier geht es um viel mehr, als nur einen kleinen Streit.

Neben der Entwicklung eines persönlichen Lösungswegs, der Befreiung  aus der Mobbing Situation des ausgegrenzt seins und der erfolgreichen Abwehr der Angriffe auf die eigene Person, wird ihr Kind hier noch viel mehr lernen.

 

Bitte bedenken Sie, dass ihr Kind auch aus Ihrer Reaktion auf dieses Problem lernt:

  • Nehmen meine Eltern / Lehrer, Freunde, usw. mich ernst?
  • Wie gehen meine Eltern / Lehrer etc. mit solchen Problemen um?
  • Wird mir geholfen?
  • Werde ich getröstet?
  • Wird mir zugetraut, dass ich das schaffe?
  • Vertrauen mir meine Eltern / Lehrer?

Kinder lernen aus solchen Situationen, wie sie selbst in Zukunft mit ähnlichen Problemen umgehen.

Raus aus dem Mobbing:

Kinder können selbst einiges tun, um nicht in eine Opferrolle zu geraten:

Starke und selbstbewusste Kinder, die gelernt haben aufrecht zu gehen, den Blick anderer zu erwidern bzw. standzuhalten und sich mit einer klaren und lauten Stimme zu äussern signalisieren Stärke.

Weiterhin ist es hilfreich, die eigenen Gefühle gut zu kennen, zu erleben was gute und was schlechte Gefühle sind und diese zuzulassen und auch mal aushalten zu können, Gefühle regulieren zu können, den eigenen Standpunkt zu vertreten und die Situation sicher zu steuern und nicht einfach passieren zu lassen.

 

Die Kinder erleben sich dann selbstbestimmt und selbstwirksam, was ihnen den nötigen Mut und die Sicherheit für weitere Schritte geben kann.